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Hintergrund

Was macht eigentlich Māris Štrombergs?

Der Lette gewann 2008 in Peking das erste olympische BMX-Rennen der Geschichte – und wiederholte das Kunststück vier Jahre später in London. Bis heute ist er der einzige Mann, der zweimal Olympiasieger im BMX Racing wurde. Dazu kommen zwei Elite-Weltmeistertitel, zahlreiche World-Cup-Erfolge sowie Titel in Europa und den großen US-Serien.

2018 beendete „The Machine“, wie Štrombergs wegen seiner unglaublichen Konstanz und Explosivität genannt wurde, seine aktive Karriere.

Verschwunden ist er aus dem BMX-Sport aber keineswegs.

Vom Olympiasieger zum Coach

Heute gehört Štrombergs zum Supercross BMX Factory Team. Die amerikanische Traditionsmarke ist hierzulande vielleicht weniger präsent als Meybo, Inspyre oder Prophecy, gehört aber seit Jahrzehnten fest zur BMX-Racing-Szene.

Štrombergs steht dabei nicht vor einem Comeback als Elite-Fahrer. Seine neue Aufgabe befindet sich auf der anderen Seite des Gates: Er coacht die nächste Generation. Supercross plant langfristig mit ihm. Štrombergs soll Fahrer des Factory Teams auf die kommenden Olympiazyklen bis Los Angeles 2028 und Brisbane 2032 vorbereiten. Besonders naheliegend ist dabei natürlich seine Spezialität: Starts, Gate-Training und die ersten entscheidenden Meter eines Rennens.

Wenn jemand weiß, wie man ein olympisches Finale vom Gate weg gewinnt, dann vermutlich der Mann, der es zweimal geschafft hat.

„The Machine“ wird zur eigenen Marke

Gleichzeitig hat Štrombergs seinem berühmten Spitznamen ein zweites Leben gegeben.

Unter dem Namen The Machine Racing entsteht seine eigene BMX-Marke. Angeboten wird bereits Racewear, außerdem taucht der Name inzwischen auf BMX-Komponenten auf. Štrombergs selbst fährt einen goldenen Supercross Vision F1 in einer eigenen „The Machine“-Ausführung.

Aus dem Spitznamen eines Rennfahrers wird damit nach und nach eine eigene Marke.

Noch immer auf dem Bike

Und auch mit inzwischen 39 Jahren sitzt Štrombergs weiterhin auf dem BMX. Nicht mehr, um World Cups oder Olympiamedaillen zu gewinnen, sondern bei Trainings, Clinics und Events.

Seine Rolle hat sich verändert: Aus einem der dominantesten Fahrer seiner Generation ist ein Mentor geworden.

Vielleicht passt genau das zu „The Machine“. Štrombergs musste kein spektakuläres Comeback versuchen und auch nicht beweisen, dass er noch einmal mit der heutigen Elite mithalten kann.

Zwei Olympiasiege, zwei Weltmeistertitel und ein Platz in der Geschichte des BMX Racing reichen dafür vollkommen aus.

Heute versucht der GOAT vielmehr, etwas von dem weiterzugeben, was ihn selbst so erfolgreich gemacht hat.

Und wenn 2028 in Los Angeles die nächsten olympischen BMX-Medaillen vergeben werden, könnte „The Machine“ deshalb wieder am Gate stehen.

Diesmal allerdings nicht dahinter – sondern daneben.

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